Einleitung
1 Flexibilität durch modularen Aufbau
Charakteristisch für die SAL ist die ausserordentlich starke Modularisierung des Studiums, d.h. die obligatorischen Leistungen können in selbstgewählter Abfolge absolviert werden. Dadurch kann die SAL-Ausbildung individuell auf die Lebenssituation und die Bedürfnisse der einzelnen Studierenden ausgerichtet werden. Je nach beruflicher und privater Belastung kann die SAL deshalb als Ganztages-, Halbtages- oder Teilzeitschule besucht werden.
Zur Flexibilisierung der Ausbildung trägt bei, dass in der ersten Ausbildungsphase Kurse erlassen werden, wenn Studierende entsprechende Vorkenntnisse nachweisen können. Aus dem gleichen Grund werden unterschiedliche Unterrichtsformen angeboten: Den «normalen» Wochenunterricht ergänzen Samstag-Seminare, Intensivkurse während der Sommerferien, Privat- und Begleitkurse sowie Selbststudium.
2 Strukturelle Integration von drei Sprachberufsausbildungen
Die SAL bietet nicht nur eine Berufsausbildung an, sondern gleich drei: Journalismus, Übersetzen und Sprachunterricht. Sie vereinigt also quasi drei Sprachberufsschulen unter einem Dach. Die drei Ausbildungsrichtungen werden aber nicht unabhängig voneinander geführt, sondern sind strukturell integriert, d.h. angehende JournalistInnen absolvieren z.B. mit künftigen ÜbersetzerInnen und SprachlehrerInnen jene Teile der Berufsausbildung gemeinsam, die für alle drei Berufsrichtungen gleichermassen relevant sind. Die strukturelle Integration mehrerer Sprachberufsausbildungen unter einem Dach gewährleistet den ständigen Kontakt zu Studierenden auch anderer Ausbildungsrichtungen. Aufgrund der grossen Zahl gemeinsamer Fächer ist es SAL-Studierenden auch mit vertretbarem Aufwand möglich, die Diplomausbildungen zu kombinieren.
3 Verknüpfung von Theorie und Praxis
Integration kennzeichnet die SAL nicht nur strukturell, sondern auch inhaltlich: Berufsbezogenes Handwerk und fachliches Reflexionsvermögen werden gleichermassen berücksichtigt; die konkrete sprachliche Fertigkeit wird ebenso gefördert wie das linguistisch-kommunikative Hintergrundwissen. Eine einseitige Schwerpunktbildung (nur Theorie bzw. nur Praxis), wie sie andere Ausbildungsstätten zum Teil praktizieren, wird dadurch vermieden.
4 Soziokulturelle Verankerung
Die sprachberufliche Ausbildung im engeren Sinne ist eingebettet in eine breite Palette von (primär) geistes- und sozialwissenschaftlich orientierten Ausbildungsangeboten. Wie die intensive Beschäftigung mit Grundfragen der Linguistik und Kommunikation, so ist auch die soziokulturelle Verankerung der SAL-Sprachberufsausbildung dem Grundsatz verpflichtet, dass reflektierter Gebrauch von Sprache eben mehr erfordert als reine sprachliche Fertigkeit.
5 Mehrsprachigkeit
Wer sich an der SAL ausbildet, studiert immer auch (mindestens) eine Fremdsprache. Zur Wahl stehen die Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, in Chur auch Romanisch. Die Studierenden können das Anforderungsniveau wählen, auf dem sie eine Fremdsprache studieren wollen. Das Mehrspra-chigkeitsprinzip – ein Spezifikum der SAL-Ausbildung – nimmt Rücksicht auf die spezifische Sprachsitua-tion der Schweiz und auf die «Globalisierung» des Informationsflusses, vermittelt eigene Sprachlernerfahrungen und verbessert so die Arbeitsmarktchancen der SAL-AbsolventInnen.
6 Selbstverantwortung
Selbstverantwortung ist nicht nur als persönliche Disposition der SAL-Studierenden erwünscht, sondern wird durch die Ausbildungsstruktur gezielt gefördert: Die ausgeprägt individuelle Studien- und Stundenplangestaltung stellt punkto Selbstorganisation und Selbstverantwortung hohe Ansprüche an die Studierenden; sie lernen, selbständig zu arbeiten, und werden so optimal auf die Anforderungen in den drei Berufs-richtungen vorbereitet.
7 Nachdiplomstudien
Die an der SAL erworbenen Kenntnisse können ohne grösseren Zeitaufwand mit Nachdiplomstudien vertieft und erweitert werden.
