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Die neue Journalismusausbildung der SAL nimmt Gestalt an

Im Verlaufe des Frühlingssemesters 2011 hat auch die im Sommer 2010 begonnene Reform der Journalismusausbildung Kontur gewonnen. Am gut besuchten Abteilungsapéro vom 23. Mai 2011 informierte ich in meiner Funktion als Abteilungsleiter über die Grundzüge des erneuerten Bildungsgangs. 

Was ändert sich gegenüber dem bisherigen Studienreglement?

  • Der Fächerplan wurde dahingehend revidiert, dass die berufsspezifischen Fächer einen grösseren Anteil an der Gesamtausbildung erhalten, auf Kosten aller anderen Fächerbereiche. Damit verbunden ist eine Anpassung der Prüfungen/Hausarbeiten: die Mehrzahl der Leistungen ist neu berufsspezifischer Natur. Aus diesem Grund werden z.B. die Proseminararbeit und die Hausarbeit Rhetorik/Kommunikations-analyse sowie die Prüfungen Literaturanalyse und Mündlicher Ausdruck Diplomstudium aufgehoben.
  • Die Zahl der Semesterlektionen ist geringfügig gestiegen (+ 2), dafür wurde die Zahl der Leistungen (v.a. der Prüfungen) reduziert. Hausarbeiten werden vermehrt im Rahmen des obligatorischen begleiteten Studiums (OBS) betreut.
  • Neu werden drei Vertiefungsrichtungen unterschieden:
    «Print-/Online-Journalismus», «Corporate Publishing» (anstelle des bisherigen Nachdiploms «Kommunikation im Beruf») und – geplant – «Radio-/TV-Journalismus». Um die Marktchancen zu verbessern, wird den Studierenden eine Kopplung von zwei Vertiefungsrichtungen empfohlen. Dabei ist die Vertiefungsrichtung «Print/Online-Journalismus» obligatorisch; sie kann entweder mit «Corporate Publishing» oder mit «Radio/TV-Journalismus» kombiniert werden.

    Die Beschränkung auf nur eine Vertiefungsrichtung ist möglich. Die dadurch wegfallenden Semesterlektionen sind zu kompensieren, ebenso die wegfallenden Leistungen (Prüfungen/Hausarbeiten). Anstelle einer zweiten Vertiefungsrichtung kann eine Fremdsprache oder ein Kursangebot freier Wahl (aus allen Fächerbereichen) belegt werden. Die Fremdsprache ist also nicht mehr obligatorischer Teil der SAL-Journalismusausbildung.
  • Das Angebot in der Allgemeinbildung wird berufsspezifischer ausgerichtet: «Gesellschaftswissen» (Geschichte, Politik-/Staats-kunde, Wirtschaft, Recht) wird stärker gewichtet als «Kulturwissen» (Literatur, Film, Musik, Kunst, Philosophie). Ein Teil der geforderten Kultur-Kurse kann zudem durch Kurse freier Wahl aus anderen Fächerbereichen ersetzt werden.
  • Der praktische Anteil innerhalb der Ausbildung wird verstärkt. Dies betrifft nicht nur die Ausgestaltung der Kurse und Prüfungen/Hausarbeiten. Auch der Praxisnachweis (und die Praxisbetreuung) erhält mehr Gewicht.
  • Intensiviert wird zudem in allen Vertiefungsrichtungen der Online-Anteil in der Ausbildung (inkl. Web 2.0). Dies erfolgt über zusätzliche Kurse, über eine Integration von Online-Aspekten in möglichst viele Kurse und über die Einrichtung einer SAL-Online-Plattform.

Die Neukonzeption des Journalismusstudiums gilt prinzipiell für alle Neueintretenden (ab Herbstsemester 2011/12). Es ist aber möglich, dass auch Studierende, die schon einen Teil des Studiums absolviert haben, vom alten auf das neue Studienreglement wechseln. Zu diesem Zweck wurde ein spezielles Formular entwickelt, das auf dem Sekretariat oder bei der Abteilungsleitung zu beziehen ist. Anhand dieses Formulars lässt sich feststellen, ob ein «Systemwechsel» sinnvoll ist oder ob allzu viele zusätzliche Leistungen damit verbunden wären. Im Laufe des Monats Juli erhalten alle Studierenden, die das Formular ausgefüllt haben, via E-Mail eine individuelle Beurteilung ihrer Studiensituation durch den Abteilungsleiter.

Die Informationsmaterialien (Studienführer, Website, Kurzinformation, Studienübersicht) befinden sich derzeit in Überarbeitung.