Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer müssen vielseitig sein. Angestellt oder selbständig üben sie einen Beruf aus, der viele Facetten kennt: Sie erteilen etwa Alphabetisierungskurse,
Integrationskurse und Intensivsprachkurse, oder sie schulen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
in Firmen. Als BildungsexpertInnen konzipieren und begleiten sie Angebote von A wie Aufnahmeverfahren bis Z wie Zertifikate. Die Sprachunterrichts-Ausbildung an der SAL bereitet die Studierenden auf dieses breite berufliche Spektrum vor. Wer das SAL-Studium Sprachunterricht abgeschlossen hat und über zwei Jahre Unterrichtserfahrung im Umfang von 150 Stunden in der Erwachsenenbildung verfügt, kann das SVEB-Zertifikat beantragen. Die meisten Sprach- und Berufsschulen verlangen heute von ihren Lehrkräften diese vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT anerkannte Einstiegsqualifikation.
Nach meinem Studium an der Tourismusfachschule und einigen Jahren Berufserfahrung im Marketingbereich wollte ich meinem wirtschaftlich geprägten Berufsalltag eine soziale Komponente hinzufügen. Mein bisheriger Ausbildungsweg (neusprachliche Matura und internationale Tourismusausbildung) war durch meine grosse Leidenschaft für Sprachen geprägt. Dass ich Sprachlehrerin werden wollte, war deshalb schon fast eine logische Konsequenz. Bei der Auswahl des Studienanbieters hatte für mich die Möglichkeit der flexiblen Stundenplangestaltung Priorität, damit ich weiterhin erwerbstätig und finanziell unabhängig sein konnte. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Berücksichtigung meiner Vorbildung, denn ich wollte Wiederholungen in diesem Zweitstudium ausschliessen. Die SAL hat mir all dies ermöglicht. Ich habe das Diplomstudium Sprachunterricht in den Sprachen Deutsch und Englisch abgeschlossen und freue mich, das Gelernte täglich im Unterricht bei verschiedenen Zielgruppen anwenden zu dürfen.
Andrea Gut, SAL-Absolventin Berufsspezifische Fächer: mindestens 450 Lektionen
Zwar ist für guten Sprachunterricht die Sprachkompetenz der Lehrerin oder der Lehrers grundlegend, doch fruchtbar wird diese Grundlage nur, wenn dazu pädagogisches Geschick und didaktisches Knowhow kommt. Die Sprachunterrichts-Ausbildung der SAL trägt dem Rechnung: Die zukünftigen SprachlehrerInnen beschäftigen sich nicht nur intensiv mit der Sprache oder den Sprachen, die sie unterrichten wollen, sondern lernen auch die Prinzipien des Bildungsmanagements kennen, üben sich in der Planung, Organisation, Durchführung und Evaluation von Unterricht und stellen sich Leitfragen wie «Welche Übungsform ist angemessen?» oder «Wie verlaufen Lernprozesse eigentlich?».
| Auswahl aus dem Kursangebot «Berufsspezifische Fächer»: |
- Kurse leiten in der Erwachsenenbildung
- Fachdidaktik Deutsch als Muttersprache/ DaF
- Didaktik und Methodik der 4 Fertigkeiten
- Methoden der Fremdsprachendidaktik
- Interkulturelle Pädagogik
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- Spracherwerb
- Fachdidaktik Italienisch
- Frühenglisch
- Einführung in die Pädagogik
- Erwachsenengerechter Unterricht
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Sprachfächer: in 2 bis 3 Sprachen je mindestens 250 Lektionen
Angehende SprachlehrerInnen müssen die Sprache «durchschauen», die sie unterrichten wollen. Das erfordert spezifisches Wissen und Analysevermögen. Die SAL-Ausbildung vermittelt beides. Ferner sollen die künftigen Sprachlehrkräfte ein Verständnis der Kultur entwickeln, in welche die zu vermittelnde Sprache eingebettet ist, und sie sollen die wesentlichen Unterschiede zwischen verschiedenen Sprachen kennen und erklären können. Nicht zuletzt erarbeiten sie sich während der Ausbildung in zwei bis drei Sprachen den hohen Grad an mündlicher und schriftlicher Ausdrucksfähigkeit, den es für den Sprachunterricht braucht..
| Auswahl aus dem Kursangebot «Sprachfächer»: |
- Curso de redacción
- Area Studies
- Storia della letteratura italiana
- Neue deutsche Rechtschreibung
- Sprachvergleich Schweizerdeutsch/Deutsch
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- Grammatik
- Sprachvergleich Französisch/ Deutsch
- Satzanalyse
- English Conversation
- Vortrag
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Bereich Linguistik und Kommunikation: mindestens 225 Lektionen
Sprache ist mehr als ein Set von Wörtern und grammatischen Regeln. Sie ist ein vielschichtiges Kommuni-kationsmittel mit mannigfachen Anwendungsmöglichkeiten, die sich je nach den Beteiligten und deren Voraussetzungen und Absichten voneinander unterscheiden. Diese Variabilität des Sprachgebrauchs und ihre historischen, sozialen, psychologischen Hintergründe werden im SAL-Lehrplan angemessen berück-sichtigt, ebenso wie die Charakteristika nichtsprachlicher Kommunikationsformen (z.B. Körpersprache).
| Auswahl aus dem Kursangebot «Linguistik und Kommunikation»: |
- Phonetik
- Ethische Fragen der Kommunikation
- Einführung in die Linguistik
- Sprechen und Denken
- Grundlagen der mündlichen Kommunikation
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- Psychologische Grundlagen der Kommunikation
- Semiotik
- Sprachwandel
- Verstehen – Missverstehen
- Soziolinguistik
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Allgemeinbildende Fächer: mindestens 200 Lektionen
Sprechen und Schreiben ist in jeder Sprache Sprechen und Schreiben über etwas – über Inhalte aus verschiedenen Lebensbereichen (Privatleben, Beruf, Freizeit, öffentliches Leben, Wissenschaft). All diese Themen tauchen – etwa als Gesprächsanlässe – ganz selbstverständlich auch im Sprachunterricht auf. Ein breitgefächertes Angebot an Kursen zu Psychologie, Geschichte, Politik, Wirtschaft, Literatur, Film etc. gibt angehenden SprachlehrerInnen Gelegenheit, ihr Allgemeinwissen aufzufrischen und zu vertiefen.
| Auswahl aus dem Kursangebot «Allgemeinbildende Fächer»: |
- Weltgeschichte
- Individualpsychologie
- Grundlagen der Geografie
- Volkswirtschaftslehre
- Pädagogische Psychologie
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- Kreatives Schreiben
- Literarische Grundbegriffe
- Einführung in die Ästhetik
- Deutschsprachige Literatur seit 1945
- Schweizer Geschichte
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